Warum werden kleinere Männer häufiger kahl?

By | August 12, 2018

        

        

Es ist schon lange bekannt, dass Männer mit vorzeitigem Haarausfall etwas häufiger an Herzerkrankungen und Prostatakrebs leiden.

Die neuen genetischen Daten bestätigen nun den Verdacht, dass weitere Verbindungen zu anderen Merkmalen und Erkrankungen bestehen.

In ihrer Studie analysierten die Forscher genetische Daten von rund 11.000 Männern mit vorzeitiger Glatzenbildung. Rund 12.000 Männer ohne Haarausfall dienten als Kontrolle. Die Teilnehmer kamen aus sieben verschiedenen Ländern.

 

 

"So konnten wir 63 Veränderungen im menschlichen Genom identifizieren, die das Risiko eines vorzeitigen Haarausfalls erhöhen", erklärt Dr. Stefanie Heilmann-Heimbach.

Der Humangenetiker an der Universität Bonn ist einer der Hauptautoren der internationalen Studie.

"Einige dieser Veränderungen wurden auch im Zusammenhang mit anderen Merkmalen und Erkrankungen gefunden, wie zum Beispiel verminderte Körpergröße, früheres Auftreten der Pubertät und verschiedene Krebsarten."

Die genetischen Befunde bestätigen somit auch den Zusammenhang zwischen Haarausfall und erhöhtem Prostatakrebsrisiko.

Die Verbindung mit Herzerkrankungen ist viel komplizierter. Gene, die das Risiko reduzieren, wurden zusammen mit Genen gefunden, die das Risiko erhöhen.

"Wir haben auch Verbindungen zu heller Hautfarbe und erhöhter Knochendichte gefunden", erklärt Prof. Markus Nöthen, Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität Bonn.

"Dies könnte darauf hindeuten, dass Männer mit Haarausfall besser in der Lage sind, Sonnenlicht zu nutzen, um Vitamin D zu synthetisieren. Sie könnten auch erklären, warum gerade weiße Männer vorzeitig ihre Haare verlieren."

Darüber hinaus bietet die Studie neue Erkenntnisse über die biologischen Ursachen von Haarausfall durch Identifizierung der beteiligten Gene.

Neben den Zellen des Haarfollikels sind offenbar auch Immun- und Fettzellen in der Kopfhaut an Haarausfall beteiligt.

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Kein Grund zur Sorge

Welche molekularen Mechanismen jedoch dem Zusammenhang zwischen vorzeitigem Haarausfall und anderen Erkrankungen zugrunde liegen, wird nur in gewissem Maße verstanden. Das zukünftige Ziel wird sein, diese Verbindungen und die Signalwege im Detail zu analysieren.

"Männer mit vorzeitigem Haarausfall müssen sich jedoch nicht sorgen", beruhigt Prof. Nöthen.

"Die Krankheitsrisiken werden nur geringfügig erhöht. Es ist jedoch aufregend zu sehen, dass Haarausfall keineswegs eine isolierte Eigenschaft ist, sondern stattdessen verschiedene Beziehungen zu anderen Eigenschaften aufweist. "

 

 

        

Sourcedemannergesund.com

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